Wer sind die eigentlichen Amerikaner, und warum koksten schon die alten Ägypter?

Wenn es um die Entdeckung Amerikas geht, denken die Meisten an Kolumbus. Dass er eigentlich Italiener, aber in spanischem Auftrag unterwegs war, ist schon weniger bekannt, oder dass der Name des Kontinents schließlich vom Vornamen eines landsmännischen Seefahrers, Amerigo Vespucci, abgeleitet wurde.
Waliser und Iren berichten von Erzählungen, wonach deren Ahnen ein bis zwei Jahrhunderte zuvor schon da gewesen sein sollen, und sich Kolumbus sehr für deren Aufzeichnungen interessiert habe; dies mag aber auch unter konkurrierenden Seefahrervölkern nichts weiter als der Versuch gewesen sein, eine Besserstellung gegenüber Spanien zu propagieren.
Vielleicht ließe sich etwas eher noch von den Wikingern sagen, dass sie den Europäern die Steilvorlage gaben. Über Island, Grönland, Neufundland bis nach Neuengland existiert definitiv der Nachweis, ca. 300 Jahre vor Kolumbus dort gewesen zu sein. Aber wir Europäer sollten uns nicht so wichtig nehmen, man muss sich nur mal die indigenen Gesichter Amerikas anschauen, dann weiß man schon etwas besser, wer alles bereits vorher ankam. Denn die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass einige von ihnen nicht nur auf der Durchreise waren, sondern auch geblieben sind. Ein sibirisch-ostasiatisch-polynesischer Schwerpunkt ist unverkennbar. Viele Völker hatten schon lange hochseetaugliche Schiffe oder wendige Boote, auch wenn sie vielleicht ursprünglich nicht solchermaßen eingesetzt wurden. Aber die vielfache Machbarkeit wird zumeist von Fachleuten eingeräumt. Alleine nur, sich auf dem Nordatlantik zu bewegen, wäre in so ziemlich jeder Epoche und mit jedem Schiffstyp in einem zeitlichen Rahmen von einem knappen bis eineinhalb Jahren möglich gewesen.

Am Nachhaltigsten steht im Raum, dass vor ca. 10.000 Jahren sibirische Stämme über die vorübergehende, eiszeitlich bedingte Landbrücke der Beringstraße kamen, also über Alaska einströmten. Nichts dagegen. Die nordamerikanischen Indianer haben auch eher sibirische Gesichtszüge mit rauheren und länglicheren Strukturen, z.B. die Nasen und Wangenknochen. Gen Süden scheinen eher ein gedrungener Körperbau und enger stehende Gesichtsmerkmale vorherrschend zu sein, mitunter muten sie dort auch ostasiatisch an. Daher passt die asiatisch-polynesische Bewegung nach Latein- und Südamerika ergänzend zum eher sibirisch anmutenden Norden in’s Bild. Die taugliche Seefahrt des Menschen wird aber bestimmt noch deutlich weiter zurück reichen, und es lässt sich durchaus vorstellen, dass im Laufe von vielen zehntausend Jahren schon relevante Wege in viele Richtungen bewältigt wurden.

Interessante Kuriositäten:

Um zwar kein weiteres Fass in einem teils sehr zankäpfeligen Fachsektor aufzumachen, sei am Rande dennoch erwähnt, dass Atlantisforscher antike Berichte der Phönizier anführen, die „jenseits der Säulen des Herakles“ (heutiges Gibraltar) ein weit entwickeltes Volk antrafen, deren Männer keinen Bartwuchs hatten. Nun ist der Atlantik groß, und die Phönizier waren womöglich nicht so weit hinaus gefahren; dennoch konnte man sich von diesen, in etwa im heutigen Libanon ansässig gewesenen, hervorragend angepassten und in der alten Welt situierten Kaufleuten und Seefahrer, die sogar die nordeuropäischen Küstenlinien befuhren, vorstellen, dass sie ohne Weiteres auch geradewegs den Ozean überquerten. Und außer in Amerika hat es ja sonst nirgends bartlose Männer gegeben. Tatsächlich sind dies die meisten indianischen Völker, bei Mestizen und Creolen sieht man, wie der Wuchs genetisch anteilig wieder auftritt. Und wird Atlantis nicht immer als ein perfektes architektonisches Gefüge von geometrischen Schiffs- und Bewässerungskanälen beschrieben, das in mehreren ex- und internen Gürteln angeordnet war und gleichermaßen Mobilität, Sicherheit und Versorgung gewährleistet haben soll? Die Hochkulturen Mittelamerikas hatten Urbanisationen, die teils sehr gut in dieses Bild passen. Auch wenn Platon sein Atlantis als viele Tausend Jahre älter beschreibt, könnten Vorfahren der Mayas zu der Zeit auch schon hochentwickelt gewesen sein ...

Karthagische Krieger sollen nach anderen Quellen mit balearischen Steinschleuder-Söldnern in den Wirren der punischen Kriege und angesichts der römischen Übermacht geflüchtet sein und über den großen Teich gemacht haben. Genetische und schleuderbautechnische Übereinstimmungen wurden weitreichend thematisiert.

In entlegenen Gebieten, sogar Südamerikas, gibt es unter indigenen Völkern Angehörige in wievielter Generation, die rote Haare und blaue Augen haben ...! Das können wohl nur mittel- oder nordeuropäische Gene vermocht haben, Albinismus hingegen mutet ja anders an.

Wie die Faust auf’s Auge ...

... passt jedoch, dass in Südamerikas Westen präkolumbianische Hühnerknochen gefunden wurden. Die Spanier waren noch lange nicht da, also musste sie jemand anderes mitgebracht haben! Die Polynesier oder Ost-Asiaten waren es wohl und haben sich dann, vielleicht nur zur Stärkung bevor sie weiter fuhren, noch ein paar Kartoffeln mitgenommen, wenn auch später selber keine kultiviert. Anders herum waren die Südamerikaner der damaligen Zeit eher keine Seefahrervölker, weswegen die Besiedlung im pazifischen Raum nicht etwa umgekehrt stattfand, und wohl die Kartoffel deshalb zunächst ebenfalls keine Verbreitung fand.

Man hat (1) in präkolumbianischen Mumien ein Virus entdeckt, das Leukämie verursacht und weltweit sonst nur in einer bestimmten Region Japans vorgekommen ist. Ebenso ist erwiesen, dass die Valdivia-Kultur Ecuadors zur Zeit eines immensen Vulkanausbruchs und anhaltenden Ascheregens wiederum in Japan, weshalb vielen dortigen Bewohnern nur noch die direkte Flucht über das Meer blieb, (2) einen plötzlichen Bevölkerungs-Zuwachs sowie kulturelle Bereicherung z.B. in Form hochwertigster Töpferkunst erfuhr, die in mehr als hinreichenden Merkmalen denen Südjapans entsprach. (3) Die Gesichter der Einwohner ähneln japanischen wie sonst keine auf dem ganzen Kontinent.
Als abrundende Bestätigung für diese offensichtlich ethnologische oder genetische Entsprechung sehe ich persönlich die hiervon losgelöste Aussage einer internationalen Lebenserwartungsstatistik; dort heißt es, dass (4) die höchsten Lebenserwartungen, angeblich aufgrund von vermutlich gesunder Ernährung und dem Leben im Einklang mit der Natur, wo festgestellt wurden? In einer bestimmten Region Japans und ... Ecuadors ...!?! Riecht für mich in Summe nach einem Volltreffer und scheint den Focus somit eher oder zumindest auch auf die Genetik zu setzen.

Um mit einer höchst interessanten Sache zu schließen, die die Wissenschaft lange schon beschäftigt, gilt es nach wie vor noch zu ergründen, wie es 3000 Jahre alte Mumien zu Lebzeiten schafften, erhebliche Dosen Kokain (welcher Verarbeitungsstufe auch immer) erlangt und konsumiert zu haben. Es geht wohl nicht um Koks, Respekt ansonsten, wenn es damals bereits Menschen gab, die sich tiefergehend mit der Wandelbarkeit des Ausgangsstoffs auskannten(!), sondern wohl das natürliche Alkaloid. Coca, also, gab es althergebracht nur in den Anden, und eine vergleichbare Pflanze in der alten Welt ist nicht bekannt oder müsste ausgestorben sein ...! Mit so einem kulturellen und gesundheitlichen Stellenwert, den ein Stoff wie Coca immer schon gehabt hat, kann man sich Letzteres aber wohl eher nicht vorstellen. Eine vergleichbare Pflanze, hätte sie in der alten Welt existiert, wäre genau wie andere auch, gehegt und gepflegt, gewahrt und angebetet worden. Hingegen das Nikotin der Mumien könnte zumindest durch andere Pflanzen zugeführt worden sein, da außer Tabak viele andere es ebenfalls erzeugen, bis hin zu Kirschblättern! Aber man hat im Verlauf sowieso auch eine nicotiana africana entdeckt, also eine immer schon heimische afrikanische Tabakart. Da in der Urlandmasse Pangea Amerika und Afrika aneinander lagen, dürften Ähnlichkeiten oder Übereinstimmungen von Flora und Fauna eigentlich auch nicht verwundern.
Auch das reichliche in unseren der nubischen Wüste entsprungenen Freunden enthaltene THC deutet auf den seit eh und je üblichen Gebrauch von überall in der alten Welt vorhandenem Cannabis hin. Es sieht demnach wohl so aus, dass bereits in der Antike Leute transatlantisch oder –pazifisch, auch vielleicht über den asiatischen Landweg, souverän unterwegs waren und Handel trieben, denn anders macht wohlgemerkt verstoffwechselt gefundenes natürliches Kokain in altägyptischen Mumien keinen Sinn! Die Laborergebnisse von 1992 gelten als gesichert und verlässlich, auf Fehler geprüft und wurden auch an weiteren Mumien nachträglich wiederholt und immer wieder positiv getestet und bestätigt.

Wie kann man sich die damaligen Reisen also vorstellen: Ägypter mit pharaonischem Auftrag besucht Inka (Mittelmeer, Kap Horn, nordwestliches Südamerika; aufwändig und gefährlich) oder Ägypter beauftragt bzw. begleitet Ostasiaten über den Pazifik; immerhin meinen andere Quellen, die alten Ägypter hätten es auch bis nach Australien geschafft (lesbare Totenkult-Hieroglyphen, verschiedentlich gefundene Münzen, sofern das kein etwaiger Fake britischer Kolonialisten war(!), das befürchte ich u.U.), in dem Falle traute ich ihnen auch die Pazifiküberquerung zu, und sie hätten noch dazu direkten Zielkontakt. Oder die Ostasiaten hatten transpazifische Wege vor ihren nach Westen gerichteten Karawanenhandel geschaltet. Aus ägyptischer Sicht wohl die einfachste, womöglich naheliegendste Variante. Dann müssten sich aber asiatische Mumien durchaus auch positiv testen lassen, ein Händler konsumiert sein Vertriebsprodukt ja auch selbst. Bis an unsere Ostsee sollen pharaonische Gesandte auch regelmäßig gekommen sein, neben anderen handelnden und raubenden Völkern, da sie von dort Bernstein für rituelle und schmückende Zwecke besorgten, gleichermaßen wie Lapislazuli aus Afghanistan.
Noch eher sehe ich den Ägypter jedoch schlichtweg Gibraltar passieren, etwa wie später viele Europäer auch, und in Mittelamerika bzw. dem nördlichem Südamerika anlanden, wo er von den dortigen Flachlandvölkern, die wiederum mit den Inkas Handel trieben oder ihnen unterworfen waren, Güter tauschte und wieder gen Heimat fuhr. Kolumbus ist auch einfach losgefahren, wissend oder ahnend, und auf Kuba gelandet. Einige damalige Altweltler könnten sich durchaus lange zuvor diesen Weg erschlossen haben, und sollten die Phönizier zu der Zeit, wie zumeist angenommen, die firmste Seemacht des Mittelmeers gewesen sein, waren sie es wohl auch, von denen die Ägypter kauften.
Recherchiert man mal tiefergehend auf diesem Sektor, tut man weiteres Material auf, das deutliche Indizien dazu anführt, dass verschiedenste, ganz unerwartete Völker schon interkontinentale Kontakte gehabt haben mussten; eine Quelle benennt denn auch das alte Rom und Lateinamerika in einem gesonderten Zusammenhang sowie Indien(?) als althergebrachtes Coca-Land; das wiederum brächte natürlich konträre Ansätze in manche klassische Gefüge; dagegen spräche, dass ein solches Kulturgut bis heute auch in und für Indien bekannt gewesen wäre und seinen Stellenwert immer noch hätte; dafür spräche aber, dass Amerika vergleichsweise lange gar nicht menschlich besiedelt gewesen sein soll, es könnte sich ja theoretisch um eine von Menschen nach Amerika eingeführte höhenlagenbedürftige Pflanze des Himalayas handeln, die sich in den Anden ebenfalls wohl fühlte, und die letzte wesentliche Ursprungsetappe der Menschheitsgeschichte nahm ja von Zentralasien aus seinen Lauf, von wo aus auch auf jeden Fall das lange nicht bewohnte Europa erst besiedelt wurde. Hätte Indien tatsächlich auch Amerika seinen Ursprung geliefert, bekäme das Synonym ’Westindische Inseln’ einen nachhaltigeren Stellenwert ...

17.10.15 16:14

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