Weiteres Kanonenfutter für IS und Co. oder souveräne Gegenbewegung?

Wenn es um religiös basierten Extremismus geht, bekommt man leicht den Eindruck, dass deutsche Medien eigentlich nur über Islamisten, Salafisten und Co. berichten, dies wird auch sicherlich das höhere Aufkommen haben. Dass es aber auch christliche Extremos gibt, die gerade im skandinavischen Raum immer wieder mal aktiv sind, wird in unseren Medien anscheinend kaum behandelt, oder exemplarisch, wie im Falle Breivik, ausgeschlachtet. Wer hin und wieder über den Tellerrand schauen möchte, dem seien beispielsweise die Emmissionen von RT empfohlen.

Eigentlich hatte das Aufkeimen des Kreuzrittertums der letzten Jahre im Ansatz irgendwie etwas von Aufbruchstimmung in die richtige Richtung, wenn man zumindest den islamistisch basierten Terrortruppen Paroli bieten wollte. Natürlich waren damals im Mittelalter wie heute viel Unrecht und Willkür am Start. Längst hatten sich aber die islamischen und christlichen Oberhäupter darauf geeinigt, keine Glaubenskriege und gegenseitigen Bekehrungsbewegungen mehr zu vollziehen. Man achtet sich, und das ist gut so. Und für die allermeisten Gläubigen, egal welcher Religion und Stellung, trifft die Einhaltung auch zu; nur diese, gemessen an der jeweiligen Gesamt-Bevölkerung, winzige Schicht von vollends aus dem Ruder Geschlagenen tut dem Großteil der Bevölkerung unrecht. Die meisten Moslems haben die selben Ansichten zum Extremismus wie wir, und manche fühlen sich durch diverse erstarkte Banden in’s falsche Licht gerückt, weil immer mal wieder einige Andersgläubige den moslemischen Glauben inzwischen pauschal mit Terror verbinden, und die Muslime es auch eben diesen Terroristen zurecht übel nehmen, was diese ihnen damit antun.

Um dieses Thema anzugehen, reicht es nicht, aus einer einzigen Nation oder Religion heraus zu agieren, denn dann würde über kurz oder lang wieder ein Glaubenskrieg lebendig oder einseitiges Nutznießen unterstellt, da die anderen Glaubenslager oder Nationen das natürlich nicht auf sich sitzen ließen.

Hier bedarf es eines intelligenten, auf Respekt basierenden gemeinschaftlichen Zusammenschlusses von Religionen und aneinander, miteinander und durch einander gereiften, aber auch beeinflussten Kulturen auf der Ebene eines Secret Services mit hinreichenden internationalen wie länderübergreifenden Befugnissen und einvernehmlicher Wertevorstellung. Juden, Christen und Moslems, der Orient, Nahe Osten und die westliche Welt entsenden beispielsweise Vertreter in ein und dieselbe „religiös-kulturell basierte Interpol bzw. ICPO“, die zielgerichtet z.B. auch Pan Davidian Alliance (PDA) heißen könnte, und somit an den gemeinsamen Ursprung sowie die Deckungsgleichheiten der 3 monotheistischen Weltreligionen, die es da wesentlich und zuhauf gibt, anknüpft, bezogen auf den gemeinsamen semitischen Urvater David. Dem Auftreten dieser Organisation könnte somit auch keiner etwas entgegenzusetzen haben, denn es werden deckungsgleiche Interessen vertreten und die Spreu klar vom Weizen getrennt.
Ebenso bieten sich forciert gesellschaftliche Vereinigungen allerorten an, die diese Deckungsgleichheiten leben, kommunizieren und unterstützen, dadurch auch permanent die verschiedenen Menschen zusammen führen, so dass sie in gemeinsamen Gesellschaften besser zusammenwachsen, wo sie vielleicht immer noch zu oft nur unter sich sind.

Was mag dem IS immer wieder Nachschub bescheren? Maßgeblich dürfte auch die Identitätskrise junger Menschen, zielloser, zutiefst enttäuschter deutschstämmiger, aber auch aus Einwandererfamilien, Ursache für den Aufbruch in ein vermeintlich erfüllteres oder zielgerichteteres Leben sein. Gerade im ländlich Raum verhalten sich viele muslimische Familien über die Maßen akkurat und konservativ der Gesellschaft und ihren Kindern gegenüber. Löblich und Achtung verdienend aus althergebrachter Tradition, da der gesellschaftliche Einklang hintergründig ist, aber wohl nicht mehr so recht zeitgemäß. Diese fühlen sich nämlich oft weder der deutschen noch der nativen Richtung zu 100% zugehörig sowie in Schranken verwiesen. Junge Männer machen sich auf, um sprichwörtlich für etwas zu kämpfen und Bestätigung zu erfahren, die sie womöglich bislang nicht hatten, junge Frauen werden mit großer religiöser Ehre gelockt und überzeugt, um dann doch nur die Gelüste und Kampfesmoral aller beteiligten Männer zu bändigen.

Ich meine, für den gemeinsamen pan-davidischen Nenner einzutreten, würde sich lohnen.

31.7.15 20:43

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