Mann oder Maus? – BTMG- und Strafrechts-Novellierung überfällig

Teils vermessener polizeilicher Vortrag im Unterricht weckt erst das Interesse

Damit hat der Hauptkommissar im SoWi-Unterricht der Achtziger zum Thema Drogen seinerzeit ’was losgetreten, einfach zu behaupten, Indianer hätten sich im Laufe der Zeit an Kokain(?) gewöhnt, wir Europäer würden das aber niemals vertragen können ...!?! Schon mein Bauchgefühl verriet mir, dass der Vergleich hinkte. Mochte erstens mal rote Haut allein wirklich einen Unterschied machen? Außerdem waren zweitens die Ureinwohner bestimmt zu keiner Zeit in der Lage, Schnee herzustellen, sahen in der gottgegebenen Form des Cocablatts bestimmt auch niemals die Notwendigkeit, dieses in Frage zu stellen oder verändern zu wollen. Sicher, er wird es gut gemeint haben, indem er irgend versuchte, uns von Drogen fern zu halten. Der Schuss ging, zumindest meine Wenigkeit betreffend, nach hinten los, Gott sei Dank! So pauschalisiert und manifestiert kann man einfach eine unzutreffende Aussage vor didaktischem Hintergrund nicht abgeben, noch dazu war sie allen anderen Ethnien inklusive uns selbst gegenüber rassistisch, weiß man doch seit langem, dass alle Menschen metabolisch und anatomisch gleich sind, auf marginale, hiervon nicht betroffene Ausnahmen, die es dennoch gibt, brauchen wir an dieser Stelle nicht weiter einzugehen.
Im Folgenden wälzte ich immer wieder die mehrbändige elterliche Enzyklopädie oder das Dr.-Oetker-Warenkunde-Kompendium! Die betreffenden, zahlreichen Bereiche waren schnell aufgenommen, und es dürstete meinen Geist nach mehr, am Besten Fachliteratur, die ich sodann bestellte. Damals gab’s noch kein Internet, und man war halt auf Bücher angewiesen, überhaupt musste man sich diese erst erschließen. Ruck zuck war ich mit den grundsätzlichen Verhältnismäßigkeiten vertraut, absorbierte vertieftes Basiswissen sowie Kenntnisse über Stoffe von Naturvölkern, von denen die Meisten noch nie gehört haben; und obwohl ich mich sicher auskannte, traute ich mich dennoch viele Jahre zunächst nicht, den Ball auch praktisch aufzunehmen.

Unterschied Coca zu Kokain, allgemeine Werteentwicklung weiterer Stoffe

Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war Coca-Cola noch authentisch, das Getränk, das von einem Amerikaner im 19. Jahrhundert als Kopfschmerzmittel erfunden wurde und mit Lizenz-Übergang zunächst zur Abgabe nur über Apotheken angedacht war. Es wurde aus unbehandelten andinen Coca-Blättern (daher der Name und das Konzept!), dem Kulturgut Nr. 1 der Höhenlagen Südamerikas (gleichermaßen dem theoretischen Ausgangsstoff für Kokain), und afrikanischen Cola-Nüssen hergestellt, da das Koffein der Cola-Nuss und die dem Allgemeinbefinden Erleichterung verschaffenden sowie den Stoffwechsel und die Hirnfunktionen anregenden und ausgleichenden 14 Alkaloide der Coca zweckdienlich sind. Ab 1906 wird Coca-Cola nur noch mit wirkstoffentzogenen Blättern gebraut. Der Konzern in Atlanta gehört weltweit vielleicht zu einer Hand voll, die eine gesonderte Einfuhrgenehmigung für Coca-Blattmasse inne haben und vor der Verwendung die Wirkstoffe kontrolliert unter Aufsicht entziehen müssen. Wo dieser Auszug übrigens wohl abbleibt?! Somit ist Coca-Cola zumindest die einzige Limo im nicht-andinen, westlichen Raum, die für’s Image ausgelaugte Coca enthält. Südamerika hingegen hat wohl so einige cocahaltige Limos, logischer und Sinn machender Weise. Schade und unverständlich bleibt der Status in der westlichen Welt dennoch, da die Alkaloide, plus Vitamine und Mineralien, wie sie sonst nur Früchte enthalten, erwiesenermaßen bereits für Kinder gesund und unbedenklich sind, was man ja tatsächlich nur von wenigen anderen Stoffen behaupten kann. Das Verantwortungsmaß von Coca liegt, wen eine allergröbste, annähernde Einschätzung interessiert, ungefähr zwischen Kakao und Kaffee, mit dem Unterschied, dass sie bekömmlicher ist, regeneriert eher noch die Magenwand als sie, wie Kaffee, anzugreifen. Das Einzige, was bei höheren Dosen auftreten kann, ist Schlaflosigkeit, adäquat eben zu Kaffee, von daher ...
Das Verbot bezieht sich demnach wohl anscheinend nur auf die theoretische Umsetzbarkeit der Koks-Herstellung und ist somit unsinnig. Einem Coca-Befürworter muss man keine Schnee-Absichten unterstellen!

Erst nämlich durch das verunreinigte Dschungel-Labor-Gepansche der Blätter in ätzenden und lösenden Flüssigkeiten wie Äther, Aceton, Schwefelsäure und Kerosin (wie auch das Action-Kino zuweilen ganz gut vermittelt) sondert sich ein ganz anderer neuer Stoff ab, zwischenzeitlich zunächst durch Amoniak eine festere Kokain-Base (free base), später ein Pulver, gleichermaßen umgewandelt und verreinheitlicht. Daher auch die fachterminologische Erweiterung Cocain(-hydrochlorid) für die chemische Umwandlung eines pflanzlichen Alkaloids in ein Salz, die gängigste und aufnahmefähigste Form, nasal wie oral; es ist aber auch möglich, statt eines Salzes eine unlösliche Base (durch Zufuhr von und Auskochen mit Natron) herzustellen, die dann einen anderen Siedepunkt sowie auch wieder eine feste Beschaffenheit hat und sich eher nur zum heftiger wirkenden Rauchen eignet (Cocainhydrogencarbonat = Crack). Kokain ist ein Reuptake-Inhibitor par excellence, wie ihn die Fachwelt nennen würde, da er die Dopamin-, Noradrenalin- und Serotonin-Ausschüttung über die natürliche Körpersteuerung hinaus weiterhin aufrecht erhält, weswegen Konsumenten sich stärker und länger belasten, sich körperlich und geistig leistungsfähiger sowie angesagter und zufriedener fühlen, als sie es nüchtern täten oder wären und erst hinterher spüren, wie ausgelaugt sie sind und in welches depressive, antriebslose Loch sie fallen. Wer dies mit Selbstbeherrschung konsequent überwindet, kann es grundsätzlich im Griff haben, es mag durchaus viele souveräne, sporadisch-stabile Konsumenten geben; wem die neue Leichtigkeit des Seins aber übermäßig nah und unverzichtbar geworden ist, der riskiert mit dem D’ranbleiben und Steigern Persönlichkeitsveränderungen und schließlich Psychosen, in aller Regel im fortgeschrittenen Stadium den Dermatozoenwahn, wobei der Kokainist felsenfest meint, er habe Insekten unter der Haut, die herausgeschnitten werden müssten! Überdosen führen im Weiteren zu diversen Ausfallerscheinungen, zumindest aber naturgemäß meistens nicht zu tödlichen Überdosen wie bei Heroin, es sei denn, es würde unüblicher Weise injiziert, was gelegentlich durch unbekannte Streckmittel wie Tetracain oder Lidocain geschehen ist. Der Leichtsinn lässt sich absolut nicht verstehen, und ganz ehrlich wüsste ich außerdem auch nicht, warum man sich auch nur ein ätzendes Pulver in die Nase ziehen sollte, dass man zwar durch den innewohnenden lokalanästhetischen Effekt zunächst nicht spürt, welches aber mit der Zeit Wunden verursacht und ggfs. später sogar Operationen erforderlich macht, noch dazu kennt man den Reinheitsgrad zur adäquaten Dosierung nicht und man muss einfach damit rechnen, dass zerstoßenes Glas, Milchpulver, artverwandte Medikamente oder sogar Giftstoffe als Beimengung enthalten sind, wenn man Straßenware kauft. Selbst direkt aus dem Dschungel, hätte man das Vetrauen eines andinen Drogenbosses und bekäme vor Ort eine Führung durchs Camp(!) und eine reine Line angeboten(!), wäre das Zeug zumindest immer noch sprichwörtlich ätzend und psychisch am Gefährlichsten, da eben am Reinsten! Solche Gemüts- und Stoffwechsel-Achterbahnfahrten mit Begleit-Russisch-Roulette braucht man einfach nicht.
Wer dennoch unerlaubt auf gleichermaßen hochwertigstes und rückstandsfreies Coke aus ist, hat nur die Möglichkeit, auf gut glück in eine Apotheke oder besser noch profihaft bei Merck, Bayer und Co. einzubrechen! Dies soll in keinster Weise dazu aufrufen, allenfalls den Stoff für einen guten Action-Film liefern. Tatsächlich vertreiben die immer noch Kokain, da es gerade in der Augenheilkunde noch zum Einsatz kommt. Ich möchte auch gar nicht wissen, wie viele elitäre und einflussreiche Kreise nach wie vor über diesen selben direkten, hochwertigsten Weg konstant versorgt werden, auf diplomatisch-politischer Ebene dürfte wohl so Manches gangbar sein. Hat einer erst Zugang, verteilt der weiter. Von wegen, Koks kommt nur aus Südamerika, die anfängliche Blattmasse wohl sicherlich ...!
Aber die natürliche, unveränderte Coca hingegen ist perfekt, gesund, berechenbar und leicht. Absolut sucht- und rauschfrei im klassischen Sinne, kuriert u.a. Höhenkrankheit, Magen- und Befindlichkeitsstörungen, Schwindel, und leichte Zahnschmerzen.

Bis ungefähr dahin gab es aber auch noch ganz regulär eben Koks und Laudanum (Opiumtinktur), sogar Heroin (ohne Worte!) in der Apotheke, das zumindest gering dosiert noch nicht suchterzeugend sein soll (die Übergänge für Laien dürften aber wohl zumeist fließend sein!), und Cannabis wurde selbstverständlich ebenfalls über Apotheken hinaus u.a. auch zur Öl- und Faserherstellung legal verwendet und allerorten angebaut; auch im bundesweit am Meisten an der BTM-Strafverfolgung festhaltenden Bayern wurde „Knaster“ aus der Pfeife zwecks Berauschung geraucht, nicht nur die Stängelfasern und Samen verwertet. Suchtprobleme wurden aber weltweit, mit Ausnahme zu Heroin und Kokain, zu keiner Zeit noch derart offenkundig. Die chinesische Arbeiterschicht, wo sie denn vertreten war, hatte ihre eigene zu weiten Teilen bereits lasterhafte Opiumkultur eingeführt, um es zum Feierabend zur Erholung von der zumeist körperlich harten Arbeit zu rauchen, dies alles in der westlichen Welt Jahrzehnte und Jahrhunderte lang legal.

Wie kam es zu der rigorosen Einstufung und den propagierten Unwahrheiten?

Neben allgemeinen Uneinigkeiten aufgrund konträrer Interessen auf internationaler Ebene, wie diverse Stoffe einzustufen seien, die leider infolgedessen zu den Gesetzen auch auf den jeweiligen Landes-Ebenen der westlichen Welt führten, tat sich in den USA eine Behörde auf, um in den Dreißigern dem Alkohol den Krieg zu erklären. Die Al Capone Ära mitsamt ihrem Schwarzmarkt und mafiösen Strukturen ist allgemein bekannt. Da sich abzeichnete, dass die Prohibition langfristig keinen Erfolg haben würde, wurde Alkohol wieder freigegeben. Nun hatte die Behörde ein Problem: Sie war über Nacht arbeitslos geworden! Akribisch wurde nach Ersatz-Teufeln gesucht, um nicht mehr länger auf der Straße zu stehen; klar, dass die schnell gefunden waren! Gleichermaßen konnte sich die weiße Oberschicht, die inzwischen ebenfalls zu weiten Teilen von der Weltwirtschaftskrise einhergehend mit hoher Arbeitslosigkeit gebeutelt war, plötzlich vieler Nicht-Weißer durch neu proklamierte Illegalität und somit Strafbarkeit ihrer kulturidentischen bzw. vordergründig ihnen zugeordneten Stoffe entledigen! Bestärkt wurde die Bewegung durch Verbreitung von abstrusen Unwahrheiten, Erfindungen und Übertreibungen zu den stofflichen Eigenschaften auf die Menschen. Durch Massen-Inhaftierungen wurden wieder genügend Arbeitsplätze für Weiße frei, zumal die Verurteilungen Weißer zumeist fallen gelassen oder geringfügig behandelt wurden. Noch heute halten viele US-Politiker und -Bürger in den Einzugsbereichen von Gefängnissen an den rigiden Anti-Drogen-Gesetzen fest, da dies häufig die primäre Einnahmequelle darstellt, und sich die vielen, teils relativ neuen Anstalten selbstverständlich ausgelastet am Besten rentieren!

Eigene Erfahrungen ausschließlich der weichen Art

Es mögen jetzt mehr als zwanzig Jahre her sein, dass der Autor, aufbauend auf sein zuvor angeeignetes Wissen auch endlich praktische, eigene Erfahrungen zuließ. Cannabis ist immer schon am Weitesten verbreitet und erschlossen gewesen und lag deshalb nahe. Auch jemand ohne Erfahrung konnte zwischen den Zeilen des Alltags gut mitbekommen haben, dass es bei Weitem nichts so Gefährliches der propagierten Art war, eher bloß ein anrüchiges, etabliertes Kavaliersdelikt mit Auszeitcharakter. In der Berufsschule sprach der eine oder andere vom Kiffen, und ich versuchte mich einzubringen, wo es ging. Ich war mit Anfang zwanzig der nachhaltige Theoretiker, die Anderen hatten schon längst unzählige Erfahrungen. Ich erhielt mal ein paar Gramm Haschisch und hatte vom Bekannten einfaches Saatgut zum Eigenanbau bekommen, aber sowohl das Dope wie auch das Selbstgezogene wirkten nicht?! Vorerst ... Es war mir bekannt, dass viele bei den ersten Malen keine Wirkung erfahren, dennoch bestand ja noch die Möglichkeit, „nichts Richtiges“ gehabt zu haben. So vergingen Monate des sporadischen Kiffens ohne Wirkung, so dass es auch auf Feten mal hieß: „Du merkst nix? Na, da verpasste was ...!“, und ich den Glauben daran so langsam bereit war, aufzugeben. Eines Morgens, nach einer vorabendlichen Homegrown-Tüte, wachte ich im Haus gleichermaßen in einem anderen Schlafanzug und Zimmer auf als dem meinen! Hurra, irgendetwas musste funktioniert haben, egal wie befremdlich das war!?! Vage erinnerte ich ein Unwohlsein am Vorabend, wohl die für Hanf typische, zu Beginn ansteigende Herzfrequenz, was mich zu diversen, ablenkenden bzw. abgelenkten Handlungen bewegt haben musste.
Ein weiteres Mal realisierte ich nach zwei, drei Zügen, dass sich mein Kopf wie von selbst in großen Kreisen drehte und dabei die Umgebung wertfrei musterte, Letzteres ist ja das Wesen von Cannabis, da es durch die leicht entrückte Wahrnehmung möglich ist, die Phantasie zu erhöhen, weil man seine Umgebung neutraler erfährt, als man sie kennt, sie einen aber gerade dadurch auf einmal in vielen noch so kleinen Facetten an etwas anderes erinnert, in etwa wie Figuren in Wolken zu erkennen; dadurch können sich teils weit verkettete, phantastische Gedanken- und Wahrnehmungs-Konstrukte ergeben, obwohl man doch nur seine übliche Umgebung aufgenommen hat, nur eben anders. Die Kopfrotation kam übrigens noch öfter vor, verlor sich aber später.
Das schönste Erlebnis war jedoch in einer lauen Sommernacht bei weit geöffnetem Fenster und im Lichterschein des hausrückseitigen, nachbarschaftlichen Bereichs, mit der im leichten Wind rauschenden Birke im eigenen Garten sowie mit an- und auslaufenden Lüftungsgeräuschen aus dem Keller. Wenn auch nur für einen Moment, aber diese Wahrnehmungen verschmolzen auf einmal von erstaunlich plastischer Art und Weise zu einem an meiner halb liegenden Wenigkeit auf Augenhöhe vorbei fahrenden weißen Katamaran! Ich konnte die Welle förmlich zischen und schwappen hören, das Sonnenlicht im Meereswasser glitzern sehen, eine salzige Meereskühle spüren, schaute gleichermaßen zur strahlend-weißen Erscheinung auf und dachte wohl noch darüber nach, ob ich vom Wellenschlag nass werden würde! Ein kurzer Eindruck nur, wie immer, aber eben sensationell intensiv für den Moment...
Ansonsten war Cannabis, bei aller abwechslungsreichen und immer individuellen Detail-Phantasterei zumeist eher immer Dasselbe und auch längst nicht zum D’ranbleiben. Aufhören leicht gemacht. Es gibt weiß Gott noch andere Dinge im Leben, und er war mir bloß ein sporadischer Gefährte, der selbst bei etwaig regelmäßigem Aufkommen niemals das Kommando hätte übernehmen können. Es wird aber so sein, dass entsprechend unterschiedliche Sorten mehr Abwechslungsreichtum bringen, die aber auch notwendiges Einschätzungsvermögen für die individuelle Ausrichtung und Stärke erfordern. Erwachsener, kontrolliert langsamer, inhalativer Konsum über gemäßigte Medien bleibt nach wie vor der beste Cannabis-Ratgeber, also möglichst keinen Bong o.ä. verwenden, und auch nicht essen oder trinken! Tipp: Vaporizer! Gesünder, aber auch intensiver als eine Tüte, daher Konsum-Intervalle vergleichsweise reduziert und verzögert anpassen! Dosis-Anpirschen wird sowieso immer der Schlüssel sein. Und gehört man zu einer Risikogruppe, die zu „0,00...?... %“ anders und problematisch reagiert, findet man dies wie bei Alkohol und Tabak ja auch, mit denen man ja Dasselbe erfahren kann, nur durch Ausprobieren heraus. Dass die legalen Stoffe ein vergleichbares Potenzial haben, wird gerne mal verschwiegen oder nicht gewusst.
Und Coca, um nur in einem ausreichenden Satz sprechen zu brauchen, hat prima und zu 100% natürlich beim chronischen Reizmagen und Kreislaufproblemen geholfen, ein Erfolg auf ganzer, und dabei leichter, gesunder Linie!
Der Autor führt seine langjährige Abstinenz und Neuerungssondierung auf jeden Fall bis zur deutschen Legalisierung weiterhin fort, letztere ließe laut Ärzten wohl auch nicht mehr lange auf sich warten und wird von vielen befürwortet. Spanien beispielsweise, inzwischen das neue Holland, hat im Privaten in jeder Hinsicht Unantastbarkeitsstatus, solange Andere nicht gefährdet werden. Warum auch nicht sollte auch in Deutschland die Souveränität des Einzelnen wiederhergestellt werden? Zurück in’s vorige Jahrhundert, das noch keine BTM-Entmündigung hatte! Return of the Homegrown, da weiß man, was man hat! 100% Natur ohne Verunreinigungen, Zusätze, etc., und die in Südamerika behördlich kontrollierte und protegierte Coca bestellen dürfen, na klar! Die zahlreichen Anbieter vom losen Blatt bis zum Teebeutel sind absolut vertrauenswürdig, denn welches Volk würde schon sein kulturell-religiöses Gut Nr.1 nicht in bestmöglicher Art und Weise anbieten? Das wäre ja sonst ein Frevel! Am Besten mal dort Urlaub machen, Coca umgibt einen überall in allen Formen und Mengen. Bereits am Flughafen werden ungeübt Höhenkranke von Krankenschwestern literweise mit Coca-Tee erwartet.
Man stelle sich vor, ein Bäcker oder Bier-Brauer hierzulande hielte sich nicht an übliche Vorgaben oder Traditionen, zumal sie stolz darauf sind! Und nicht, dass das Stehaufmännchen von damaligem Kommissar jetzt auf einmal vorschnellt und sagt: „Ja, wir Deutschen haben uns auch über Jahrhunderte an Brot und Bier gewöhnt!“, als käme ein immer nur nach Strohalmen greifender Kommentar aus dem blau-weißen Lager; ich bin mir sicher, Winnetou hat oder hätte das brüderlich geteilte Brot und Bier mit Old Shatterhand gut vertragen, hätte man ihn nur in den Saloon gelassen! Spätestens jedoch am gemeinsamen Lagerfeuer konnte man sehen, dass er keine abnorme oder abweichende Reaktion nach dem Verzehr zeigte. Gut, Zöliakie kommt überall mal vor, und indigene Asiaten wie Amerikaner weisen meistens Lactoseintoleranz auf, aber ich glaube, damals wurde in Amerika noch nicht mit Milch gebacken ...! Drogenwirkung und Suchtneigung hat primär einfach nichts mit ethnischer Zugehörigkeit zu tun, sondern mit genetisch unabhängigem, kurzfristigem Lerneffekt und aufbauenden Erfahrungswerten, der Stoffwechsel schon etwas eher, da Asiaten, enzymatisch bedingt, Alkohol nicht so schnell abbauen können. Vielleicht rührt auch daher die Western-Mär, dass indigene Amerikaner immer gleich hoffnungslos dem Feuerwasser verfielen; wahrscheinlich war es eher so, dass der mit Asiaten verwandte Metabolismus den Abbau der Droge nicht so schnell zuließ wie bei den Weißen, und manche Weiße die eingeschränkte Situation der Ureinwohner ausgenutzt hatten, um sie besser schikanieren und übervorteilen zu können.

Hilfreiches Gras

Dem Autor half Gras ansonsten immer am Besten, um entweder gut von etwas ’runter zu kommen, oder vor allem, um einschlafen zu können. Der eine oder andere kennt das: Bestimmte Ereignisse der Gegenwart oder des kommenden Tages bewegen einen derart, dass man einfach nicht ein- oder durchschlafen kann und sich am nächsten Tag unwohl, kribbelig und groggy fühlt, außerdem die mentale Fahne auf Halbmast hat. Mit Gras am Vorabend, hingegen, ist man „entertaint“ leicht abgelenkt durch seine Wahrnehmungen und schläft deshalb, ohne an den Hintergrund des potenziellen Einschlafproblems zu denken, zumeist einfach ein und durch! Am nächsten Morgen ist man frisch, ausgeruht und selbstverständlich nüchtern. Die Ironie an dieser vorbildlich, gesund und konstant funktionierenden Geschichte: Sie ist verboten, obwohl man fit für den Tag ist. Eine schlaflose Nacht hingegen wird mit der Fahrtüchtigkeit von einem Promille Alkohol gleichgesetzt! Man führe also unausgeschlafen in einem sonst rechtswirksamem Maße berauscht bzw. adäquat beeinträchtigt und Andere sowie sich selbst gefährdend, aber legal; und im vorabendlich behanften, sodann frischen, nüchternen Fall, hingegen illegal! Kuriose Welt ...
Die schwer aus dem Quark kommende Politik versucht möglichst nicht zugeständiger vorzustoßen, als nötig, viele, wie bislang in den USA auch, sehen auch nur ihre eigene Karriere, die sie mit konträrer Haltung zu verbessern glauben, sie müssen der Wählerschaft (nach eigenen Worten) ja irgend etwas versprechen, das sie erreichen würden(!), es hat also primär für viele Politiker keinen kausalen Schwerpunkt; Reagan z.B., war in der Hinsicht der Schlimmste; daher dreht sich wohl auch bei uns seit Jahren eine Liberalisierung der Situation zumeist nur übervorsichtig um schlimmste Härtefälle, dabei können unzählige leichte und nicht so chronische Beschwerden genauso gut und risikofrei mit Hanf behandelt werden, und dies ohne Nebenwirkungen wie bei Medikamenten, und ohne das Trinkwasser noch mehr mit solchen Rückständen zu belasten. U.a. ist der Autor einer von vielen, die Petitionen an den Bundestag, die politischen Parteien und Krankenkassen-Zentralen einreichten, um einer Vielzahl unzutreffend gelisteter Stoffe neu bewerten zu lassen.

Gesunde Coca, prominenter Befürworter und Konsument

Schön ist auch, dass der Papst als Vorbild bewusst öffentlich bekundet, bei seinen Reisen nach Südamerika Coca-Blätter lutschen zu wollen, die der jeweilige Kulturminister selbstverständlich gerne bereit stellt, ist doch klar. Coca ist, und da kann der Autor ebenfalls nicht nur theoretisch mitreden, absolut gesund und vertretbar, ohne Einschränkung, das kann noch nicht mal Cannabis von sich sagen. Wer jedoch interkontinentale Bestellungen tätigt, fällt oberhalb von ca. 600g Coca (keine Gewähr!) behördlich auf! Also richteten sich die Petitionen auch vordergründig nach der komplett alltags- sowie für jedes Alter tauglichen und im klassischen Sinne rausch- und suchtfreien Coca. Auch um grundsätzliche Prüfung nach aktuellen und zutreffenden Maßstäben und auf die Bürgerrechte wurde verwiesen. Gesetzeskritiker meinen sogar, dass das hier angewendete Strafrecht unvereinbar mit Grundrechten sei, man nämlich nicht strafbar sei, wenn man Andere nicht schädige. Und das ist ja gegeben. Die andinen Länder sind bereits aus dem internationalen Abkommen wieder ausgetreten, und wir können das auch!

Prominentester Hanf-Mitstreiter

Barack Obama rief bewusst zum Experimentieren mit Cannabis auf, es sei nicht schädlicher als Alkohol. Die hanf-liberalen US-Staaten haben wenig Zwischenfälle verzeichnet, dennoch übertreiben es die Amis gerne mal: Ess- und trinkbare Cannabisprodukte sind einfach ein No-Go, gerade, wenn sie auch noch als Süßwaren daher kommen, wirken THC und CBD über den Verdauungstrakt doch erst nach ca. einer halben bis 3 Stunden(!), das ist weder bedürfnisgerecht noch vernünftig zu dosieren ...! Aber ansonsten zumeist alles top in Amiland, das Branchenwachstum potenziert sich ebenfalls. Schön auch, das Obama aus eigener Erfahrung mitreden kann; viele, die Einfluss haben, können das nämlich nicht, und vertreten gerne mal nur abweichende Interessen. In seiner alten Heimat soll er „roof hits“ (in etwa: Dach-Treffer) in alten VW-Bullis praktiziert haben. Dazu trafen sie sich zu mehreren, rauchten bei geschlossenen Fenstern und standen danach auf, um die an die Decke gestiegenen Schwaden auch noch in sich aufzunehmen!
Rap-Altmeister Snoop Dogg kommt hin und wieder im Weißen Haus vorbei, und zieht sich dort die eine oder andere Tüte ’rein, und das vielleicht auch nicht nur allein! Yo, in da (white) house! Sein Rekord nach eigenen Angaben: 30 Tüten, aber er muss natürlich sein Image pflegen, und darf nicht zu weich rüber kommen! Und die Arbeit an seiner forciert-grasigen Gangster- und Club-Erscheinung scheint ihm zu gelingen, wie seine Messages über die Musik und das Gebahren in Filmrollen unschwer erkennen lassen. Inzwischen ist er artiger geworden, kein Gangster mehr sondern ein Rastafari. Heißen tut er inzwischen Snoop Lion, durch ein hochrangiges Rasta-Mitglied umgetauft! Das tut dem Kiffen keinen Abbruch, im Gegenteil, da es auch als primärer, religiöser Bestandteil der Rastafari gilt, weil es sie Gott und den christlich basierten Ursprüngen näher bringe! So be it. Sollen die Schwaden im hochheiligen First-Ami-Hause zur Decke steigen, die Verfassung von Washington soll es ja zulassen.

Offizielle Erschwernis in Deutschland

Man kann über eine Behörde, das BfArM, in einem Begleitprogramm mit dem Hausarzt eine Sondergenehmigung erhalten, „wenn alle regulären Mittel zuvor ausgeschöpft wurden, und nicht so gut wie der erbetene Stoff geholfen haben“. Soweit die Theorie. Coca hat mir gut geholfen, und reicht völlig aus, so dass ich keine weitere Chemie ausprobieren müssen möchte, nur um einem unnötigen und unverhältnismäßigen, mauernden Bürokratismus gerecht zu werden, dessen Fundament noch dazu auf Sand erbaut wurde! Tatsächlich bekommen selbst die Allerwenigsten der chronisch Krankesten eine Sonder-Erlaubnis, für welchen Stoff auch immer, noch dazu wurde Coca wohl bislang kaum thematisiert, die Zuteilungsquote liegt tatsächlich niedriger als ein Lottogewinn, wofür brauchen wir dann die Behörde überhaupt? Wenn wir wirklich über so marginale Dinge erst noch lange zetern und betteln müssen, und mir das BfArM bereits nur im Falle von Coca knauserig-amtlich-verhermt Absagen erteilt und lediglich auf geltendes Gesetz und geringe Chancen verweist, stimmen Grundsätzlichkeiten im Lande nicht. Und kausal gehört mindestens der private Umgang mit in Frage kommenden Stoffen straffrei gestellt. Da sind wir nämlich im Vergleich zu anderen sogar zunehmend europäischen Ländern bereits Nachzügler. Dass hingegen harte, KO- und Designerstoffe abschließend unerwünscht sind, dürfte einhellig klar sein.

Deutsche, die also nicht auswandern möchten, um zu ihrem Recht zu kommen, brauchen neue Gesetze bzw. den Beleg, dass geltendes Gesetz oder Strafrecht nicht greift. Ich sehe nicht mehr länger ein, warum mir der Umgang mit noch dazu so weitaus niederschwelligen Dingen verwehrt wird, die ich souverän und konstant handhaben kann. Nach bestem Wissen und Gewissen kann ich somit aufrufen: „Legalize coca first! Legalize it even before cannabis!“

Es ist nun an der Politik, damit aufzuhören, den Schwarzen Peter nur in der Runde herumzuschieben, oder ihn gar zweckzuentfremden, und die Karte aus dem Spiel endlich zu entfernen. Mann oder Maus?

17.7.15 17:53

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